Wer ist Satoshi Nakamoto?

Anonym

Das Pseudonym Satoshi Nakamoto beschreibt den sagenumwobenen Erfinder der Kryptowährung Bitcoin. Dabei ist nicht bekannt, ob es sich um eine Einzelperson oder ein Kollektiv handelt. Im Oktober 2008 wurde von Satoshi das Whitepaper zu Bitcoin publiziert und im darauffolgenden Jänner bereits der erste Block gemined.

Viele der Anhänger der Kryptowährung gehen davon aus, dass Satoshi Bitcoin ins Leben gerufen und es nach erfolgreicher Implementierungen der Welt hinterlassen hat. Andere meinen es handelt sich um eine Einzelperson, die mittlerweile verstorben ist. Dies wäre auf jeden Fall ein guter Grund, warum das ursprüngliche Wallet bis heute unberührt ist.

Satoshi Nakamoto zählt zu den reichsten Menschen der Welt

Es kann nicht genau gesagt werden, wie viele Bitcoin Satoshi Nakamoto besitzt. Es ist davon auszugehen, dass es zwischen 750.000 und einer Million Coins sind. Dieser Umstand würde die Person hinter Bitcoin zu einem der reichsten Menschen auf diesem Planeten machen. Aufgrund der starken Schwankungen ist es wenig sinnvoll, an dieser Stelle einen genauen Betrag zu nennen, aber ein Platz in der Liste der Forbes Top 20 ist definitiv greifbar.

Die Tatsache, dass bis heute nicht bekannt ist, wer Satoshi Nakamoto ist, kann als Teil des Erfolgs der Kryptowährung angesehen werden. Die technischen Begebenheiten, wie die dahinterliegende Blockchain und der Proof of Work sind aber natürlich die Basis der erfolgreichsten Kryptowährung. Der Mysterium um Satoshi half dennoch zweifelsfrei dabei, Bitcoin zu dem zu machen, was es heute ist.

Wer könnte Satoshi Nakamoto nun sein?

In den vergangenen Jahren haben unterschiedliche Personen die Erfindung für sich beansprucht. Manchen wurde dies auch ungefragt zugeschrieben:

Dorian Nakamoto

Das Nachrichtenmagazin Newsweek behauptete im März 2014, dass der Kalifornier Dorian Nakamoto hinter der Erfindung von Bitcoin steckt. Bei dieser Person handelt es sich um einen damals 65 jährigen Mann aus der IT Branche, der bis heute die Identität sowie jeden Zusammenhang mit der Kryptowährung dementiert. Objektiv betrachtet erscheint es unwahrscheinlich, dass Satoshi Nakamoto seinen tatsächlichen Familiennamen als Pseudonym herangezogen hätte.

Craig Steven Wright

Im Unterschied zu Dorian hat Craig Steven Wright sich selbst als Erfindern von Bitcoin präsentiert. Ein Jahr davor hatte aber bereits das Magazin Wired Wirght im Verdacht, hinter dem Pseudonym zu stecken. Im Mai 2016 hat dieser dann dazu Stellung genommen und den Verdacht bestätigt.

Als Beweis erstelle Wright eine Signatur, die nur durch Satoshi Nakamotos privaten Schlüssel erzeugt werden kann. Hierbei stellte sich aber später heraus, dass die Signatur lediglich aus dem Jahr 2009 kopiert und somit nicht neu generiert wurde.

Auch in WikiLeaks wurden Beweise vorgelegt, die beweisen, dass Wright Dokumente im Zusammenhang mit der Identität um Satoshi Nakamoto gefälscht hat.

Craig Steven Wright hat weiters über ein Bitcoin Wallet mit 160.000 Bitcoin behauptet, dass dieses ihm gehöre. Im Mai 2019 wurde allerdings eine Nachricht veröffentlicht, die dies mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließt: “This Address Does Not Belong to Satoshi or Craig Wright”.

Die angeführten Fakten zeigen sehr deutlich, dass Craig Steven Wright als Erfinder von Bitcoin mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann. Die Zentralisierung und Ausschlachtung der Pseudonyms Satoshi Nakamoto in den Medien wirkt an sich bereits unschlüssig.

Hal Finney

Hal Finney ist als Empfänger der ersten Bitcoin Transaktion bekannt. Es ist davon auszugehen, dass er zumindest bei der Entwicklung der bekanntesten Kryptowährungen dabei war. In der Vergangenheit wurde des Öfteren spekuliert, dass es sich bei ihm um Satoshi Nakamoto handeln soll. Bestätigungen dazu gibt es allerdings nicht.

Weitere Kandidaten

Laut Wikipedia wurden noch weiteren Kandidaten als potenzielle Erfinder von Bitcoin vermutet:

  • Vili Lehdonvirta (Wirtschaftssoziologe)
  • Michael Clear (Student, Trinity College)
  • Ross Ulbricht (Gründer von Silk Road)
  • Cyrano Jones
  • Paul Le Roux
  • Gavin Andresen
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